KIND ist KINDKIND ist KIND

KIND ist KIND

30
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03
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2022

Wieso trennt der Staat zwischen Kindern aus Österreich und Kinderflüchtlingen?  Für die Betreuung von Kinderflüchtlingen stellt die Republik weit weniger Ressourcen zur Verfügung als für andere Kinder, die nicht bei ihren Eltern sein können. Damit lässt der Staat sie im Stich: Denn Fluchtwaisen brauchen Wohneinrichtungen, in denen sie betreut werden.

Fluchtwaisen brauchen all das, was österreichische Kinder auch brauchen: Sie müssen auf das Erwachsenenleben vorbereitet werden. Sie müssen begleitet werden. Nach all dem, was sie erlebt haben, brauchen Fluchtwaisen manchmal noch mehr: Jemanden zum Anlehnen. Eine Schulter zum Ausweinen.  Wenn wir den Fluchtwaisen, wenn wir diesen Kindern das Kindsein nehmen – nehmen wir ihnen Chancen im Erwachsenenleben. Wer keine Chance auf die bestmögliche Bildung bekommt, kann die eigenen Potenziale nicht ausschöpfen.

Gefordert wird, dass Fluchtwaisen ihren individuellen Bedürfnissen entsprechend denselben Schutz und dieselbe Hilfe bekommen wie alle anderen Kinder, die nicht bei ihren Eltern leben können.

Breites Bündnis für gleiche Rechte

Um diese Ungerechtigkeit zu ändern, engagieren sich über 40 Organisationen #zusammenHaltNÖ, AG-Kinderrechte OGR-Steiermark, Amnesty Internation, asylkoordination österreich, Bundesjugendvertretung, Caritas Steiermark, Diakonie Österreich, Diakonie de la Tour, Diversoviel, Don Bosco Sozialwerk, Doro Blancke Flüchtlingshilfe, ECPAT Österreich, fairness asyl, Flüchtlinge Willkommen Österreich, Fluchtpunkt, Integrationshaus, IZ, Kinderfreunde, Kindernothilfe Österreich, Kinder- und Jugendstaatsanwaltschaften, LEFÖ-IBF, Liga für Menschenrechte, Menschenwürde Österreich, Netzwerk Kinderrechte, NOAH Sozialbetriebe, OMAS gegen Rechts, PatInnen für alle, Plattform Asyl f. MR, Plattform Menschenrechte Salzburg, Rotes Kreuz TIROL, Samariterbund NÖ, Samariterbund Ö, Samariterbund W, SOS-Menschenrechte, SOS-Mitmensch, tralalobe, Versöhnungsbund, VIDC, Volkshilfe OÖ, Volkshilfe Österreich, Zara, Zebra.

News-Übersicht

Die Kampagne wurde am 25. März 2022 mit einer Pressekonferenz gestartet. Hilde Dalik und Susi Stach trugen eine Vision für eine bessere Betreuung für Fluchtwaisen vor. Shahab Rahimi erzählte, wie er als Fluchtwaise in Österreich aufwuchs. Andreas Diendorfer (tralalobe), Martin Wurzenrainer (Verein Integrationshaus) und Lisa Wolfsegger (asylkoordination) haben als Expert*innen die Ziele der Kampagne umrissen und Fragen beantwortet, Moderatorin war Katharina Glawischnig (asylkoordination).

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